Dienstag, 19. Februar 2013
Taxigeschichten
Mein Fahrgast, eine Dame um die Siebzig, war sehr nett und gesprächig. Sie erzählte von ihrem Leben, ihrem Sohn, und dass sie ein Eigentumshaus gehabt hätte und jetzt aber in einer kleinen Mietwohnung lebe. Auf meine Frage, warum sie ihr Haus verkaufte, antwortet sie: „Wofür hätte ich es behalten sollen? Nach dem Tod meines Mannes war ich allein, und als alleinstehende Frau hätte ich mich um so ein großes Haus eh nicht kümmern können. Meine einzige Hoffnung war mein Sohn. Er wollte aber unbedingt nach Amerika gehen. Er kriegt auch sein Leben nicht in die Reihe. Mein Mann und ich wollten, dass er studiert. Aber offenbar war er dazu nicht fähig. Jetzt ist er in Amerika, und statt etwas Vernünftiges zu machen, fährt er Taxi.“

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