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Dienstag, 8. Januar 2013
Taxigeschichten
adelyar, 18:16h
Als Taxifahrer wird man gewollt oder ungewollt Zeuge interessanter Gespräche. Die Männer reden über Frauen und die Frauen über Männer. Mal hat man Finanzexperten im Auto und mal hört man von der Veröffentlichung eines Buches. Letztes Mal hatte ich zwei Prostituierte als Fahrgäste. Zwei Freundinnen, die, ihrer Unterhaltung nach zu urteilen, in zwei verschiedenen Clubs arbeiteten. Die eine fragte die andere: „Wie war die Arbeit in Zürich?“
Die Gefragte war offenbar seit Kurzem wieder in Deutschland. „Schlecht“ antwortete sie in osteuropäischem Akzent. „Ich habe den ganzen Monat gearbeitet, nur drei Tausend. Früher habe ich gearbeitet in einer Nacht fünfhundert. Es gibt zu viele Mädchen„.
Ich wollte fragen fünfhundert EURO? Aber dann dachte ich, dass es mich nicht angeht.
„Hier in Deutschland läuft es besser“, fuhr sie fort.
„Sag mal, arbeitet noch Janine* bei euch?“ fragte die Erste. (Name geändert)
„Ja. Letztes Mal habe ich mich mit ihr gestritten. Ich habe ihr gesagt, du bist eine Schl… Du verkaufst deine Mutter für zehn Euro. „
„Sie ist wirklich eine Schl…“
„Ich habe zu ihr gesagt, du kannst mir die Kunden nicht wegnehmen, ich kenne meine Arbeit, ich habe Qualität“, fügte sie hinzu. „
„Und Angelina* tanzt auch nach ihrer Pfeife“.
Angelina* war offensichtlich die Besitzerin des Bordells.
„Mir egal. Wenn nicht hier, woanders. Ich kenne meine Qualität.“ Sagte sie. „Apropos, wie geht es deinem Freund? Bist du noch mit ihm zusammen?“
„Ja“, sagte die Erste. „Und du? Hast du einen Freund?“
„Nein, einen guten Freund zu finden, ist schwer. Sie sind alle A…löcher.“
Ich weiß nicht, was sie mit „alle“ meinte. Alle Männer? Das wollte ich fragen, aber wir hatten das Ziel erreicht und sie stiegen aus.
Die Gefragte war offenbar seit Kurzem wieder in Deutschland. „Schlecht“ antwortete sie in osteuropäischem Akzent. „Ich habe den ganzen Monat gearbeitet, nur drei Tausend. Früher habe ich gearbeitet in einer Nacht fünfhundert. Es gibt zu viele Mädchen„.
Ich wollte fragen fünfhundert EURO? Aber dann dachte ich, dass es mich nicht angeht.
„Hier in Deutschland läuft es besser“, fuhr sie fort.
„Sag mal, arbeitet noch Janine* bei euch?“ fragte die Erste. (Name geändert)
„Ja. Letztes Mal habe ich mich mit ihr gestritten. Ich habe ihr gesagt, du bist eine Schl… Du verkaufst deine Mutter für zehn Euro. „
„Sie ist wirklich eine Schl…“
„Ich habe zu ihr gesagt, du kannst mir die Kunden nicht wegnehmen, ich kenne meine Arbeit, ich habe Qualität“, fügte sie hinzu. „
„Und Angelina* tanzt auch nach ihrer Pfeife“.
Angelina* war offensichtlich die Besitzerin des Bordells.
„Mir egal. Wenn nicht hier, woanders. Ich kenne meine Qualität.“ Sagte sie. „Apropos, wie geht es deinem Freund? Bist du noch mit ihm zusammen?“
„Ja“, sagte die Erste. „Und du? Hast du einen Freund?“
„Nein, einen guten Freund zu finden, ist schwer. Sie sind alle A…löcher.“
Ich weiß nicht, was sie mit „alle“ meinte. Alle Männer? Das wollte ich fragen, aber wir hatten das Ziel erreicht und sie stiegen aus.
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Freitag, 21. Dezember 2012
Taxigeschichten
adelyar, 19:46h
Einmal stieg ein junger Mann vor einer Disko ins Auto. Er war um die zwanzig, gut gekleidet und sah ordentlich aus. Als wir am Ziel waren, sagte er, er habe kein Geld dabei. Er gehe nach oben und bringe das Geld. „Es dauert nur zwei Minuten“, sagte er.
So was kommt ab und zu vor. Und bis jetzt sind alle zurückgekommen und haben gezahlt. Aber irgendwie konnte ich diesem Mann nicht glauben, obwohl er ganz höflich war, und es kein Zeichen in seinem Verhalten gab, das mich misstrauisch machen konnte.
„In diesem Fall müssen Sie etwas bei mir lassen, zum Beispiel ein Handy, und wenn Sie zurück sind, bekommen sie es zurück“, sagte ich.
„Ich habe gar nichts dabei“, sagte er.
„Dann muss ich mit Ihnen nach oben gehen“
Plötzlich öffnete er die Tür und rannte weg. Ich machte die Warnblinkanlage an, stieg aus und rannte hinter ihm her. Durch die dunklen schmalen Gehwege, er vorn und ich hinterher, und genau vor der Haustüre nahm ich ihn fest.
„So mein Freund, zahlst du den Betrag plus ein gutes Trinkgeld, oder muss ich die Polizei rufen?“,
„Ich zahle, ich zahle“, sagte er beängstigt. Das Fahrentgelt war etwas über einundzwanzig Euro und er gab mir fünfundzwanzig.
Er hatte gedacht, ich lasse ihn laufen und verzichte auf mein Geld.
So was kommt ab und zu vor. Und bis jetzt sind alle zurückgekommen und haben gezahlt. Aber irgendwie konnte ich diesem Mann nicht glauben, obwohl er ganz höflich war, und es kein Zeichen in seinem Verhalten gab, das mich misstrauisch machen konnte.
„In diesem Fall müssen Sie etwas bei mir lassen, zum Beispiel ein Handy, und wenn Sie zurück sind, bekommen sie es zurück“, sagte ich.
„Ich habe gar nichts dabei“, sagte er.
„Dann muss ich mit Ihnen nach oben gehen“
Plötzlich öffnete er die Tür und rannte weg. Ich machte die Warnblinkanlage an, stieg aus und rannte hinter ihm her. Durch die dunklen schmalen Gehwege, er vorn und ich hinterher, und genau vor der Haustüre nahm ich ihn fest.
„So mein Freund, zahlst du den Betrag plus ein gutes Trinkgeld, oder muss ich die Polizei rufen?“,
„Ich zahle, ich zahle“, sagte er beängstigt. Das Fahrentgelt war etwas über einundzwanzig Euro und er gab mir fünfundzwanzig.
Er hatte gedacht, ich lasse ihn laufen und verzichte auf mein Geld.
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Dienstag, 18. Dezember 2012
Taxigeschichten
adelyar, 18:41h
Letzten Samstag ist was Interessantes passiert. Mein Fahrgast, eine kleine dünne Dame, saß hinten links. Als ich an einer roten Ampel anhielt, ging die Beifahrertür auf, und ein Mann stieg ein. „Nymphenburger Straße bitte!“
Ich schaute ihn an. „Ich bin besetzt“, sagte ich.
„Wie bist du besetzt?“
„Ich habe Fahrgast“. Mit dem Daumen zeigte ich auf die Rücksitzbank.
Er sah nach hinten. „Oje!“. Er stieg wieder aus.
An den Wochenenden läuft das Taxigeschäft in München sehr gut. Ab drei Uhr morgens stehen eine Menge Leute auf den Straßen, und wollen nach Hause gefahren werden. Einige Taxifahrer schalten das Dachzeichen aus, obwohl sie gar nicht besetzt sind. Das machen sie, weil sie nicht jeden mitnehmen wollen. Das wissen Einige, und auch wenn bei einem Taxi das Dachzeichen aus ist, werfen sie einen Blick ins Auto hinein, und wenn keiner drinnen sitzt, steigen sie ein. Der Mann hatte die kleine Dame in meinem Auto total übersehen.
Ich schaute ihn an. „Ich bin besetzt“, sagte ich.
„Wie bist du besetzt?“
„Ich habe Fahrgast“. Mit dem Daumen zeigte ich auf die Rücksitzbank.
Er sah nach hinten. „Oje!“. Er stieg wieder aus.
An den Wochenenden läuft das Taxigeschäft in München sehr gut. Ab drei Uhr morgens stehen eine Menge Leute auf den Straßen, und wollen nach Hause gefahren werden. Einige Taxifahrer schalten das Dachzeichen aus, obwohl sie gar nicht besetzt sind. Das machen sie, weil sie nicht jeden mitnehmen wollen. Das wissen Einige, und auch wenn bei einem Taxi das Dachzeichen aus ist, werfen sie einen Blick ins Auto hinein, und wenn keiner drinnen sitzt, steigen sie ein. Der Mann hatte die kleine Dame in meinem Auto total übersehen.
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